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Aufruf

Wofür kämpft ihr am 8. März?

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Wir streiken! Das ist unsere Gesellschaft, das ist unser Platz!

Um möglichst viele Stimmen und Perspektiven auf ‚unserem Platz‘ Gehör zu verschaffen, rufen wir auf: Schickt uns kurze Audiospuren mit euren Statements, Erfahrungen und Gedanken. Sagt uns, warum ihr streiken wollt, wofür ihr am 8. März kämpft, was ihr aus eurem Sorge-Alltag teilen wollt. Sendet eure Aufnahme entweder als kleinen Redeausschnitt oder als Art Sprachnachricht (max. 3 Minuten) bis zum 5. März an carework-fstreikffm@riseup.net oder schreibt uns ein paar Sätze an @fstreik_ffm auf Instagram – diese werden wir anschließend selbst aufsprechen.

>> Was habt ihr seit der Pandemie an eurem Arbeitsplatz erlebt? Hattet ihr überhaupt Zugang dazu? Was hat euch wütend gemacht? Was wünscht ihr euch anders?

>> Was habt ihr seit der Pandemie zuhause und/ oder im Homeoffice erlebt? Wer übernimmt Verantwortung wofür? Wie geht es euch damit? Wo seid ihr unzufrieden? Was wollt ihr anders?

>> Wenn ihr streiken könntet: Wofür würdet ihr streiken? Was für eine Welt wünscht ihr euch nach Corona?

>> Wie habt ihr die Sorge um andere erlebt? Wer hat sich in den letzten Monaten worum gekümmert? Was ist schief, was ist falsch gelaufen? Was besorgt euch? Was fordert ihr?

>> Welche Form der Unterstützung wünscht ihr euch? Wie und wofür können wir zusammen kämpfen?

Selbstverständlich veröffentlichen wir alle Beiträge nur in anonymisierter Form, es sei denn, es wird ausdrücklich anders gewünscht. Eine Audio-Collage aus den Einsendungen wird am 8. März in Dauerschleife zu hören sein!

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Aufruf General

Aufruf zum 8. März: Das ist unser Platz!

Das ist unser Platz!

Während einige die Corona-Krise als „Stillstand“ oder „Auszeit im Home-Office“ erleben, verschärfen sich für die Sorgearbeitenden in Krankenhäusern, Senior*innenheimen, Kitas, für die ambulant, bezahlt und unbezahlt Pflegenden, für die Betreuenden und Fürsorgenden die ihnen schon lange bekannten Krisen. Die Krisen, die wir schon seit Jahren unter Pflegenotstand, Care-Krise, „Betreuungslücke“ usw. kennen. Erst mit der Pandemie wird augenscheinlich deutlich, dass die Gesellschaft auf ein funktionierendes System für Gesundheit und Sorge umeinander angewiesen ist. Zumindest Berufe aus diesen Bereichen gelten jetzt als „systemrelevant“ – als wären sie es erst durch die Pandemie geworden!

Beklatscht und mit Dank bedacht sollen sie werden. Doch statt echter Wertschätzung herrschen weiterhin Überlastung, Unterfinanzierung, Personalmangel, niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Ein Großteil der hier Beschäftigten sind Frauen* und Queers; darunter insbesondere auch migrantische Personen, die die weiße Schein-Emanzipation an vielen Stellen erst ermöglichen. Je prekärer der Job, desto größer der statistische ‚Frauenanteil‘. Ihre* Arbeit wird nicht angemessen gewürdigt oder entlohnt. Und auch im privaten Raum wird die unbezahlte Sorgearbeit Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären, trans und ageschlechtlichen Personen (FLINTA*) zugeschrieben und überlassen – all denjenigen, die unter patriarchalen Verhältnissen am meisten leiden und deren Sein und Sorgen ausgebeutet werden.

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Aufruf

Aufruf zum Safe Abortion Day 2020

Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum

80 Organisationen bundesweit rufen zum Safe Abortion Day 2020 auf – und wir mit ihnen, denn: Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum. #mybodymychoice

Grundversorgung – Egal Wo

Egal ob auf dem Land oder in der Stadt, von der Privatpraxis bis zum katholischen Krankenhaus: Schwangerschaftsabbrüche müssen flächendeckend verfügbar sein. Dazu muss sichergestellt werden, dass überall qualifiziertes medizinisches Fachpersonal vor Ort ist. Als Standardeingriff muss der Schwangerschaftsabbruch daher auch grundlegender Bestandteil von Lehre und Forschung sein. Behandelnde Ärzt*innen brauchen unverzüglich Rechtssicherheit statt Kriminalisierung. Wir solidarisieren uns mit unseren Mitstreiter*innen der Pro-Choice-Bewegung, die weltweit für reproduktive Rechte auf die Straße gehen. Sei es in Niederbayern, Warschau oder anderswo – der Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch gehört zur Grundversorgung.

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Aufruf

Heraus zum 1. Mai!

Internationaler Tag der (Sorge-)Arbeit

Der erste Mai, der internationale Arbeiter*innenkampftag, sollte nicht bloß Lohnarbeit betreffen, sondern auch Sorgearbeit. Mehrheitlich von Frauen* und Queers ausgeübt  – darunter viele Migrant*innen -, wird diese Arbeit meist schlecht oder gar nicht bezahlt. Besonders die unbezahlte Sorge- und Hausarbeit im Privaten darf dabei nicht vergessen werden, denn diese ist oft unsichtbar und wird unsichtbar gemacht. Während aber die bezahlte Sorgearbeit – im Zuge der Corona-Krise – endlich als systemrelevant erkannt wurde, bleibt die unbezahlte Sorgearbeit weiterhin verdeckt – und das, obwohl sie im Zuge der Krise noch mehr Kapazitäten erfordert:  Mahlzeiten müssen mehrmals am Tag für alle im Haushalt lebenden Personen zubereitet werden, es entsteht mehr Dreck, Kinder müssen betreut und die Aufgabe der Koordination und Betreuung der schulischen Aufgaben noch zusätzlich übernommen werden. 

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Aufruf

Wenn wir streiken, steht die Welt still!

Aufruf zum Frauen*streik in Frankfurt 2020

Im vierten Jahr weitet sich der globale feministische Aufstand von Frauen* und Queers weiter aus: Weltweit gehen Frauen* und Queers auf die Straßen und wehren sich gegen staatliche und sexualisierte Gewalt, streiken für bessere Arbeitsbedingungen, machen sich stark für selbstbestimmte Sexualität, kämpfen gegen Umweltzerstörung und Klimawandel. Unsere ­Mobilisierungen bringen ganze Gesellschaften in Bewegung.